Betrieb & Kalkulation

Materialaufschlag-Rechner

Ermittle Aufschlag und Handelsspanne aus Einkaufs- und Verkaufspreis.

Aufschlag und Marge haben unterschiedliche Bezugsgrößen. Zusätzliche Beschaffungs-, Lager- oder Verschnittkosten gehören gegebenenfalls bereits in die Kostenbasis.

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Praxiswissen

Aufschlag und Marge nicht verwechseln

Ein Aufschlag wird auf die Kostenbasis gerechnet. Die Marge bzw. Handelsspanne bezieht sich dagegen auf den Verkaufspreis. Deshalb führen dieselben Eurobeträge zu unterschiedlichen Prozentwerten.

Konkretes Beispiel

Beispiel: 100 € Einkauf und 140 € Verkauf bedeuten 40 % Aufschlag auf den Einkauf, aber nur rund 28,6 % Handelsspanne bezogen auf den Verkauf.

Praxis-Checkliste

  • Kostenbasis klar definieren
  • Aufschlag und Marge sprachlich trennen
  • Beschaffungs- und Nebenkosten nicht doppelt rechnen
Rechenweg & Einordnung

So entsteht das Ergebnis

Formel bzw. Logik

Aufschlag % = (Verkauf − Einkauf) ÷ Einkauf × 100. Handelsspanne % = (Verkauf − Einkauf) ÷ Verkauf × 100.

So liest du das Ergebnis richtig

Aufschlag und Handelsspanne beschreiben denselben Preisabstand mit unterschiedlicher Bezugsgröße und sind deshalb nicht identisch.

Typische Fehler vermeiden

  • Marge und Aufschlag gleichsetzen
  • Netto- und Bruttopreise mischen
  • Nebenkosten außerhalb des Einkaufspreises vergessen

Praxis-Tipp: Lege vor der Kalkulation fest, ob du mit Aufschlag oder gewünschter Marge arbeitest. Ein Ziel von 30 Prozent Marge lässt sich nicht einfach als 30 Prozent Aufschlag auf den Einkauf rechnen.

Was das Tool bewusst nicht entscheidet

Vergleiche das Ergebnis nach dem Auftrag mit Ist-Daten. So wird aus einer einmaligen Berechnung eine bessere Grundlage für spätere Kalkulationen.

Häufige Fragen zu Materialaufschlag-Rechner

Warum ist die Marge kleiner als der Aufschlag?

Weil sie sich auf den höheren Verkaufspreis bezieht, während der Aufschlag auf den niedrigeren Einkaufspreis gerechnet wird.

Sollte Verschnitt vor oder nach dem Aufschlag gerechnet werden?

Wenn Verschnitt realen Materialbedarf erhöht, gehört er meist zuerst in die Kostenbasis. Die konkrete Kalkulationslogik sollte im Betrieb einheitlich bleiben.

Ist das Werkzeug kostenlos nutzbar?

Ja. Die Kernfunktion ist ohne Benutzerkonto direkt im Browser nutzbar.

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Redaktioneller Hinweis

WerkRechner stellt Rechen- und Dokumentationshilfen bereit. Der Rechenweg und die Grenzen des Werkzeugs werden offen beschrieben. Herstellerdaten, Verträge, Normen, Steuer- oder Rechtsvorgaben können im konkreten Fall zusätzliche Anforderungen stellen.

Inhalt zuletzt geprüft: 2026-08-27