Betrieb & Kalkulation

Stundenverrechnungssatz-Rechner

Berechne einen kostendeckenden Verrechnungssatz aus Lohnkosten, produktiven Stunden, Gemeinkosten und Gewinn.

Produktive Stunden sind der kritische Nenner: Urlaub, Krankheit, Organisation und interne Tätigkeiten reduzieren die tatsächlich verrechenbare Zeit.

Jetzt berechnen

Praxiswissen

Der kritische Wert ist meist nicht der Lohn, sondern die produktive Zeit

Der Verrechnungssatz verteilt Personalkosten und Gemeinkosten auf die Stunden, die tatsächlich Kundenaufträgen zugerechnet werden können. Je zu optimistisch die produktiven Stunden angesetzt werden, desto zu niedrig kann der Satz ausfallen.

Konkretes Beispiel

Beispiel: Dieselben Jahreskosten verteilt auf 1.200 statt 1.500 produktive Stunden ergeben einen deutlich höheren Kostensatz pro Stunde.

Praxis-Checkliste

  • produktive Stunden mit echten Zeitdaten prüfen
  • Gemeinkosten vollständig erfassen
  • Gewinnaufschlag getrennt vom Kostensatz betrachten
Rechenweg & Einordnung

So entsteht das Ergebnis

Formel bzw. Logik

Jahreskosten = Bruttostundenlohn × Arbeitgeberfaktor × produktive Stunden + Gemeinkosten. Kostensatz = Jahreskosten ÷ produktive Stunden. Verrechnungssatz = Kostensatz × (1 + Gewinnaufschlag).

So liest du das Ergebnis richtig

Der Verrechnungssatz ist die rechnerische Untergrenze für einen kostendeckenden Verkauf je produktiver Stunde. Er ist kein automatisch marktgerechter Preis.

Typische Fehler vermeiden

  • Anwesenheitsstunden mit produktiven Stunden verwechseln
  • Gemeinkosten doppelt oder gar nicht berücksichtigen
  • Gewinnaufschlag mit Marge verwechseln

Praxis-Tipp: Teste den Satz zusätzlich mit weniger produktiven Jahresstunden als erwartet. Wenn der Verrechnungssatz dann stark steigt, ist deine Kalkulation besonders empfindlich gegenüber Auslastung.

Was das Tool bewusst nicht entscheidet

Vergleiche das Ergebnis nach dem Auftrag mit Ist-Daten. So wird aus einer einmaligen Berechnung eine bessere Grundlage für spätere Kalkulationen.

Häufige Fragen zu Stundenverrechnungssatz-Rechner

Warum startet der Rechner ohne Standardwerte?

Weil pauschale Branchenwerte schnell wie Empfehlungen wirken. Die passenden Eingaben sollten aus dem eigenen Betrieb kommen.

Wie oft sollte ich den Satz aktualisieren?

Mindestens bei deutlichen Änderungen von Löhnen, Auslastung oder Gemeinkosten und sinnvollerweise regelmäßig anhand der Ist-Daten.

Ist das Werkzeug kostenlos nutzbar?

Ja. Die Kernfunktion ist ohne Benutzerkonto direkt im Browser nutzbar.

Nächste Schritte

Passende Werkzeuge und Hintergrundwissen

Passenden Ratgeber lesen

Redaktioneller Hinweis

WerkRechner stellt Rechen- und Dokumentationshilfen bereit. Der Rechenweg und die Grenzen des Werkzeugs werden offen beschrieben. Herstellerdaten, Verträge, Normen, Steuer- oder Rechtsvorgaben können im konkreten Fall zusätzliche Anforderungen stellen.

Inhalt zuletzt geprüft: 2026-08-27